| Von den
Geschäftszahlen her und in der Wahrnehmung der Passagiere ist
die Fluggesellschaft Air Berlin auf Platz zwei der deutschen Fluggesellschaften
aufgerückt: Bei 9,6 Millionen beförderten Passagieren
zum 31. Dezember 2003 ist das Unternehmen nach der Deutschen Lufthansa
zweitgrößte deutsche Airline geworden. 2002 lag das Passagieraufkommen
noch bei 6,7 Millionen Gästen. Der Umsatz erhöhte sich
in 2003 von 696 auf 894 Millionen Euro. Insgesamt wurde das Unternehmen
Deutschlands größter Niedrigpreisanbieter und drittgrößter
dieser Branche in Europa. Heute startet Air Berlin von 18 deutschen
Flughäfen zu 42 Zielen in Europa, der Türkei und Nordafrika.
Die Zahl der Mitarbeiter stieg im abgelaufenen Jahr um mehr als
500 auf 2.164.
Konzept
"Shuttle"
Unter dem Stichwort Shuttle
betreibt Air Berlin zwei erfolgreiche und Passagiere bringende Streckenkonzepte:
So verbindet der im Herbst 2002 gestartete Air Berlin City Shuttle
acht deutsche Flughäfen mit Metropolen wie London, Wien, Zürich,
Mailand, Rom und Barcelona. Die zweite tragende Säule des Geschäftes
ist der Mallorca Shuttle. Auf Europas wichtigstem Ferienairport
ist Air Berlin inzwischen mit weitem Abstand Marktführer. Die
Zahl der von und nach Palma de Mallorca beförderten Passagiere
konnte 2003 gegen den allgemeinen Trend von 1,9 auf 2,9 Millionen
gesteigert werden.
Auch in der
Wahrnehmung der Fluggäste zeigt die Bewertung der Air Berlin
eine überaus gute Einschätzung. Bei einer Umfrage der
Fachzeitschrift „Reise & Preise“ wurde die Fluglinie
zur besten deutschen Fluggesellschaft gewählt. Im internationalen
Ranking kam Air Berlin mit der Note 2,04 auf Platz 17, deutlich
vor Deutsche BA (2,14), Eurowings (2,20) und Aero Lloyd (2,20).
An der Umfrage beteiligten sich 8.172 Leser und Experten, überwiegend
Vielflieger. Besonders gute Bewertungen erhielt Air Berlin in den
Kategorien „Sicherheitsgefühl“, „Zustand
der Flugzeugkabine“, „Servicebereitschaft des Personals“
und „Preis-Leistungs-Verhältnis“.
Besonders
junge Flotte
Derzeit hat
die Gesellschaft 44 Flugzeuge im Einsatz und ist besonders stolz
auf seine Flotte: Die Maschinen von Air Berlin werden regelmäßig
ausgetauscht. In den letzten Jahren konnte das Durchschnittsalter
der Flotte stets unter zwei Jahren gehalten werden. Neue Flugzeuge
bringen viele Vorteile, nicht nur weil das Fluggerät damit
immer auf dem neuesten Stand der Technik ist, sondern auch weil
damit die leisesten und sparsamsten Triebwerke zum Einsatz kommen.
Die derzeit bei Air Berlin stattfindende Umrüstung vom Modell
Boeing 737-400 auf den Typ 800 beweist die Effizienz der Flottenpolitik.
Mit 184 Sitzen hat der neue Jet 17 Plätze mehr als das Vorgängermodell;
er hat zehn Prozent mehr Reichweite, fliegt zehn Prozent schneller
- und spart dabei noch zehn Prozent Kerosin. Air Berlin führte
als erstes deutsche Ferienfluggesellschaft freiwillig das Antikollisionssystem
TCAS ein. Weltweit war sie die erste Airline, die ihre Boeing 737-800
mit Winglets, den markanten angewinkelten Flügelspitzen ausrüstete,
die schnelleres Steigen und noch mehr Treibstoffersparnis möglich
machen.
Konsequent
soll die Flotte von Air Berlin auf- und ausgebaut werden. Für
2004 wurde der Kauf von 60 neuen Flugzeugen durch Air Berlin Gründer
und Geschäftsführer Joachim Hunold angekündigt. Damit
sollen auch die bisherigen Jets abgelöst werden.
Perspektive:
Kooperation mit NIKI
Eine besondere Perspektive
ergibt sich aus einer neuen Kooperation mit der österreichischen
„N.L. Luftfahrt GmbH“, kurz NIKI genannt. Air Berlin
erwarb von Niki Lauda 24 Prozent der Geschäftsanteile an dessen
neu gegründeter Fluggesellschaft und wird als Dienstleister
den Vertrieb und das Streckenmarketing übernehmen sowie ihre
Logistik zur Verfügung stellen. Vorrangiges Ziel der zum Jahreswechsel
eingegangenen Kooperation ist die gemeinsame Erschließung
des österreichischen und des osteuropäischen Marktes.
Niki Lauda hatte am 28. November 2003 die österreichische Tochtergesellschaft
der insolventen Fluggesellschaft „Aero Lloyd“ übernommen.
Neben dem Charter-Geschäft sollte auch ein neuer Low-Cost-Carrier
etabliert werden. Derzeit fliegt NIKI mit zwei Maschinen, einem
174-sitzigen Airbus 320 und einem 210-sitzigen Airbus 321, österreichische
Urlauber von Wien und von Salzburg auf die Kanarischen Inseln, Madeira
und nach Ägypten. Im April 2004 wird die NIKI-Flotte um zwei
weitere Airbusse des Typs 320 vergrößert. Niki Lauda:
„Ich suchte die Kooperation mit einem starken Partner, der
über Vertrieb und Logistik verfügt, und traf Joachim Hunold
von Air Berlin. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und schließlich
mit Handschlag eine gemeinsame Zukunft beider Airlines beschlossen“. |


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